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Region & Geschichte in der Region Burgenland

Sekt g.U. Burgenland

Region & Geschichte

Was bedeutet Sekt g.U. Burgenland? Gemeint ist österreichischer Sekt aus Trauben des Bundeslandes, der amtlich geprüft wurde und seine Herkunft schützen lässt. Die Abkürzung steht für geschützte Ursprungsbezeichnung. Bei der einfachsten Stufe genügt dafür das Bundesland, eine kleinere Angabe wäre dort sogar unzulässig.

Grundlage ist die Sektbezeichnungsverordnung, kundgemacht am 5. Dezember 2016 und 2018 geändert. Sie ordnet den österreichischen Sekt g.U. in drei Stufen: Klassik, Reserve und Große Reserve. Geprüft wird amtlich, unter anderem am Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlands. Ein Sekt ohne g.U. darf dagegen Grundwein beliebiger Herkunft verwenden und sagt über das Land nichts.

Das Burgenland selbst ist ein junges Stück Österreich. Seit 1921 gehört es zur Republik, davor lag es im Königreich Ungarn. Als Weinland kennt man es für Rotwein und Süßwein, an Sekt dachte lange kaum jemand. Die Technik kam von außen: Schlumberger, 1842 in Bad Vöslau gegründet, gilt als Haus des ersten österreichischen Sekts nach traditioneller Methode.

Heute arbeiten zwei Sorten von Betrieben im Land. Reine Sektkellereien wie Szigeti in Gols setzen nach eigenen Angaben auf traditionelle Flaschengärung und beziehen Trauben von Vertragswinzern aus dem Burgenland und aus Niederösterreich. Weingüter wie Esterházy in Eisenstadt oder Leo Hillinger bauen daneben Sekt unter der Herkunft Burgenland aus.

Wer eine Flasche aus dieser Gegend in die Hand nimmt, findet also zwei Angaben auf dem Etikett: die Stufe und das Land. Beides zusammen verrät mehr über die Herkunft als jeder Markenname.

Dazu im Lexikon

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