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Boden & Klima in der Region Niederösterreich

Löss und Urgestein

Boden & Klima

Das Kamptal rund um Langenlois umfasst knapp 3.900 Hektar Reben, und der Boden wechselt dort auf kurzer Strecke. Löss, Schotter und Urgestein liegen nebeneinander, und die Gebietsspezifikation führt die Bodenformationen bis ins Perm zurück, vor rund 270 Millionen Jahren. Jede Mischung gibt einem Grundwein eine andere Statur.

Für Sekt zählt vor allem, was das Klima daraus macht. Von Osten zieht warme, pannonische Luft heran, aus dem Waldviertel strömen abends kühle Winde in die Weinberge. Bei 550 bis 600 Millimetern Niederschlag und einem Jahresmittel von gut 9 Grad reifen die Trauben mit viel Frische. Genau diese Säure braucht ein Grundwein, der später lange auf der Hefe liegt.

Im Weinviertel, dem größten Weinbaugebiet Österreichs, prägt der Löss das Bild. Rund um Poysdorf stehen nach Angaben des Weinbauorts etwa 1.400 Hektar Reben, und auf dem Löss wachsen Welschriesling und Grüner Veltliner für Schaumwein. Etwa 2.000 Sonnenstunden im Jahr reichen zum Reifen aus, ohne dass das Klima die Säure aufzehrt.

Das Landschaftsbild des Weinviertels ist von Kellergassen geprägt, Reihen aus Presshäusern, hinter denen sich Keller in den Löss graben. Für den Sekt gilt hier wie überall, dass die Hefe bei gleichmäßiger Kühle am langsamsten und feinsten arbeitet.

Bei der Großen Reserve kommt der Boden auch über die Pressung ins Glas. Die Ausbeute darf höchstens die Hälfte des Traubengewichts betragen, bei der Reserve sind es bis zu 60 Prozent. Wer so wenig Most aus den Beeren holt, nimmt den feinsten Saft und lässt Herbes aus Schalen und Kernen zurück.

Dazu im Lexikon

Warum Säure im Wein so wichtig istWie man Wein richtig lagert
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