
Mehr als Veltliner
Rebsorten
Welche Rebsorten stecken im Sekt aus Niederösterreich? Im Weinviertel dominiert der Grüne Veltliner, der dort auf etwa 8.500 Hektar steht. Dazu kommen Welschriesling, Riesling, Weißburgunder und Chardonnay, die je nach Haus allein oder in der Cuvée in die Flasche gehen. So reicht die Spanne vom schlanken, zitrischen bis zum gehaltvollen, würzigen Stil.
Wie ein Sekt aus einer einzigen Sorte aussieht, zeigt Steininger in Langenlois. Das Haus baut nach eigener Darstellung seine Sekte sortenrein und jahrgangsrein aus. Beim Grünen Veltliner beschreibt das Datenblatt eine gelbgrüne Farbe, feine Mousse, Blütenhonig, frischen Apfel, Mandarinenschale und Limette.
Auch rote Trauben kommen in die Presse. Das Brut Rosé von Bründlmayer entsteht aus etwa gleichen Teilen Pinot noir, Zweigelt und Sankt Laurent. Zweigelt ist die häufigste Rotweinsorte des Landes, und Sankt Laurent gilt als nahe verwandt mit dem Pinot noir. So ergibt sich ein Rosé mit österreichischer Handschrift.
Ein Grüner Veltliner, der für Sekt gelesen wird, ist ein anderer Wein als der kräftige Stillwein, den das Kamptal bekannt gemacht hat. Er wird früher geerntet, bringt weniger Alkohol mit und hat eine Säure, die auch nach Jahren auf der Hefe noch trägt.
Die Fachpresse führt Große Reserven aus hundert Prozent Grünem Veltliner ebenso auf wie Cuvées aus Weißburgunder, Welschriesling und Chardonnay. Das Gesetz schreibt hier keine Sorte vor. Es verlangt nur, dass die Trauben zu mindestens 85 Prozent aus der genannten Gemeinde kommen.