
Zwei Welten
Rebsorten
Welche Rebsorten stecken im Espumante aus Távora-Varosa? Im Mittelpunkt der Schaumweinbasis stehen Chardonnay, Pinot Noir, Malvasia Fina und Gouveio, zwei internationale und zwei portugiesische Sorten. Dieses Nebeneinander prägt den Stil der Region.
Chardonnay bringt Struktur, Apfel- und Zitrusfrucht und eine Säure, die sich auf der Hefe gut entwickelt. Pinot Noir liefert Körper und Fülle. Weil der Saft der roten Beere hell ist, wenn man behutsam presst, entsteht aus der roten Traube ein weißer Schaumwein, den man Blanc de Noirs nennt.
Malvasia Fina und Gouveio sind weiße Sorten aus dem Norden Portugals. Gouveio ist dieselbe Sorte, die in Spanien Godello heißt, und sie behält in Höhe und Kühle ihre Säure. Malvasia Fina gibt der Mischung zusätzliche Frucht.
Daneben stehen weiße Sorten wie Bical, Cerceal und Fernão Pires im Anbau. Die weißen Weine der Region dienten traditionell als Teil der Cuvée für Schaumweine, also der Mischung, aus der der spätere Espumante entsteht.
Rote Sorten wie Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz und Tinta Barroca gehören ebenfalls zum Gebiet, vor allem für Stillwein. Für den Schaumwein zählt, dass sich die Trauben früh und mit hoher Säure lesen lassen, und das gelingt auf 500 bis 800 Metern leichter als weiter unten im Douro.
Warum diese Mischung? Pinot Noir und Chardonnay sind die klassischen Sorten der Schaumweinwelt. Die portugiesischen Partner geben dem Wein dazu eine eigene Handschrift, sodass er nicht wie eine Kopie klingt.