
Paella und Ternasco
Essen & Anlass
Die Paella valenciana kommt aus der Gegend um Valencia und ist mehr als ein Reisgericht. In der flachen Pfanne garen über Holzfeuer Reis, Huhn und Kaninchen, dazu grüne Bohnen, weiße Limabohnen, Tomate, Olivenöl und Safran. Am Boden bildet sich das Socarrat, die knusprige Kruste, auf die viele am meisten Lust haben.
Ein Brut aus Requena passt dazu, weil Säure und Perlen das Olivenöl abfangen und der Safran dem Wein nicht die Frische nimmt. Kaninchen und Huhn sind mild genug, um neben einem schlanken Cava zu bestehen.
Im Ebrotal liegen Chuletillas al sarmiento nahe, Lammkoteletts, die über brennendem Rebholz grillen. Dazu kommen weißer Spargel aus Navarra und der Ternasco de Aragón, junges Lamm aus Aragón. Ein Cava Reserva mit Hefenoten kann neben dem Röstaroma bestehen.
In der Extremadura gehören der Iberische Schinken und die Torta del Casar auf den Tisch, ein streichweicher Schafskäse. Das Salz und die Cremigkeit brauchen die Säure und die Kohlensäure eines Brut nature als Gegengewicht.
Als Aperitif dienen Mandeln, Oliven und dünn geschnittener Schinken. Das Salz lässt einen Brut nature noch frischer wirken, und die kleinen Happen passen zu einem Abend, an dem niemand lange am Tisch sitzen will. Zu Weihnachten steht in vielen spanischen Familien ebenfalls eine Flasche Cava auf dem Tisch.
Requena feiert gegen Ende des Sommers die Fiesta de la Vendimia, das Fest der Weinlese. In ganz Spanien gehört der Cava außerdem zum Jahreswechsel: Zu den zwölf Glockenschlägen um Mitternacht isst man zwölf Trauben, eine für jeden Schlag, und stößt danach mit Cava an.