
Apfel, Brot, Kräuter
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Ein junger Cava aus Requena duftet meist nach grünem Apfel, Zitrus und weißen Blüten und zeigt eine lebhafte Säure. Je länger er auf der Hefe lag, desto stärker treten Brot, Mandel und Nuss hervor. Aus dem Ebrotal kommen oft Weine mit einer herberen, kräuterigen Note, aus Almendralejo eher reife, rundere Frucht.
Als Beispiele für den Stil taugen Dominio de la Vega und Chozas Carrascal aus Requena, der Conde de Haro von Muga aus der Rioja und der Cava von Bodegas Romale aus Almendralejo. Jedes dieser Häuser zeigt, wie unterschiedlich Cava schmecken kann, wenn Höhe, Boden und Sorte wechseln.
Im Glas ist eine Tulpe die bessere Wahl als die flache Schale. Die schmale Öffnung hält die Aromen zusammen, und die Perlen steigen länger auf. Ein einfacher Cava schmeckt bei sechs bis acht Grad am besten, ein Reserva darf mit acht bis zehn Grad etwas wärmer ins Glas.
Zum Öffnen löst man die Folie und den Drahtkäfig und legt dabei den Daumen auf den Korken. Dann hält man die Flasche schräg und dreht den Korken, nicht die Flasche, langsam heraus. Es sollte nur ein leises Zischen zu hören sein, kein Knall. So geht wenig Kohlensäure verloren, und nichts schäumt über.
Beim Probieren hilft ein Blick auf die Dosage. Ein Brut nature wirkt trocken und herb, ein Brut wirkt weicher. Ein Rosé aus Garnacha duftet nach Erdbeere und roter Kirsche und braucht nicht mehr als einen kühlen Abend.