
Cava ohne Katalonien
Region & Geschichte
Cava kommt aus Katalonien, sagen die meisten, und für den weitaus größten Teil der Flaschen stimmt das auch. Die Herkunftsbezeichnung D.O. Cava reicht aber bis auf die Hochebene von Valencia, ins Ebrotal und in die Extremadura. Diese Seite besucht die Ränder des Gebiets, dort, wo Cava gemacht wird und es kaum jemand erwartet.
Requena liegt gut siebzig Kilometer landeinwärts von Valencia und ist die einzige Gemeinde der Region, in der Cava erzeugt werden darf. Sieben Kellereien bilden dort einen Verband der Cava-Erzeuger: Dominio de la Vega, Chozas Carrascal, Coviñas, Hispano+Suizas, Marevia, Pago de Tharsys und Torre Oria. Die D.O. Cava führt Requena als eigene Zone.
Dominio de la Vega bei San Antonio de Requena zählt nach Angaben des Hauses zu den ersten Kellereien außerhalb des Penedès, die in die D.O. Cava aufgenommen wurden. Die Bobal, die Leitrebe der Gegend, steht nicht auf der Liste der Cava-Sorten und bleibt dem Stillwein vorbehalten.
Im Norden beginnt der Cava des Ebrotals: Rioja, Navarra, Aragón und die Provinz Álava. Die D.O. teilt das Gebiet in die Unterzonen Alto Ebro und Valle del Cierzo. In Haro, der Weinstadt der Rioja, arbeitet die Bodegas Bilbaínas, 1859 vom französischen Handelshaus Savignon Frères & Cie gegründet und seit 1901 unter dem heutigen Namen, nachdem Unternehmer aus Bilbao sie übernommen hatten. Auch Muga und Escudero füllen in der Rioja Cava ab.
Im Süden liegt Almendralejo, die einzige Gemeinde der Extremadura mit Cava-Recht. Die Zone heißt Viñedos de Almendralejo, und für sie gilt dasselbe Reglement wie für den Rest des Gebiets: ausschließlich traditionelle Flaschengärung, mindestens neun Monate auf der Hefe.