
Katalanischer Tisch
Essen & Anlass
Was passt zu Cava? In Katalonien ein ganzer Tisch voller Kleinigkeiten. Pa amb tomàquet, geröstetes Brot mit zerdrückter Tomate, Olivenöl und Salz, trifft auf Wurst wie Botifarra oder Fuet, und Säure und Bläschen des Cava holen die Fettigkeit wieder ab.
Auch frittierte Croquetas passen, weil die Kohlensäure Fett löst. Im Penedès isst man außerdem Xató, einen Salat aus Endivie mit Stockfisch und einer Sauce aus Nüssen und getrockneten Paprika, die kräftig genug für einen Brut Nature ist.
Escalivada, über der Glut gegrilltes Gemüse wie Aubergine, Paprika und Zwiebel, schmeckt zu Brut ebenso, weil die Säure die Süße des Gemüses ausgleicht. Im Winter kommen die Calçots dazu, junge Frühlingszwiebeln, die über offenem Feuer gegrillt und mit Romesco gegessen werden. Das Rauchige verträgt sich mit einem kräftigen Cava Reserva.
Rosé-Cava aus Garnacha oder Trepat passt zu gegrilltem Fisch und Tomatengerichten, weil rote Frucht und Säure wie eine leichte Soße wirken.
Zu süßen Gerichten wie Crema catalana, dem Vanillepudding mit Karamellkruste, wählt man einen Cava mit mehr Dosage, Semi Seco oder Dulce, damit der Wein nicht dünn wirkt. Eine Faustregel für zu Hause: Je trockener der Cava, desto salziger darf das Essen sein, und je mehr Dosage, desto süßer das Dessert.
Cava ist in Katalonien das Getränk der Feste. Man stößt zu Weihnachten und Silvester damit an, und in der Nacht zum 24. Juni, der Revetlla de Sant Joan, gehört die Coca de Sant Joan dazu, ein süßer Fladen mit kandierten Früchten und Pinienkernen.