
Fleisch und Tortillas
Essen & Trinken
Sonora gilt in Mexiko als das Land des guten Fleisches. Die Carne Asada, auf dem offenen Grill gegartes Rindfleisch, ist hier mehr Ritual als Rezept. Freunde und Familie treffen sich am Wochenende um den Grill. Oft steht dabei auch eine Flasche Bacanora in Reichweite, aber nicht im Mittelpunkt.
Dazu gehören die Tortillas de Harina, dünne Weizenmehl-Fladen. Sie sind in Sonora viel üblicher als die Maistortilla aus dem Süden Mexikos. Der Grund liegt in den Flusstälern der Region, wo seit der spanischen Kolonialzeit Weizen angebaut wird. Man wickelt Fleisch, Bohnen oder Käse hinein und isst sie warm vom Blech.
Machaca ist getrocknetes, mit Salz haltbar gemachtes Rindfleisch. Man zupft es klein und brät es mit Ei, Zwiebeln und Chile in der Pfanne an. Ursprünglich war das eine Methode, Fleisch ohne Kühlschrank über Wochen zu lagern. Heute isst man Machaca con Huevo zum Frühstück oder in der Tortilla als Burrito.
Zum Abschluss gibt es oft Coyotas, flache, süße Gebäckscheiben mit brauner Zuckerfüllung. Sie stammen ursprünglich aus der Gegend um Hermosillo und werden heute im ganzen Bundesstaat verkauft. Sie sind das süße Gegenstück zu einem herzhaften Tag am Grill.
Weil Bacanora so lange verboten war, tranken die Menschen ihn früher eher heimlich, in kleiner Runde. Getrunken wurde er meist erst nach der eigentlichen Mahlzeit. Heute steht er offen auf dem Tisch neben Carne Asada und Machaca. Doch die Sitte bleibt: Erst wird deftig gegessen, der Bacanora kommt danach, in Ruhe.