Klima in der Region Štajerska

Pohorje trifft Pannonien

Klima

Zwei Wetterwelten treffen hier aufeinander. Im Westen wacht das Pohorje, im Osten öffnet sich die pannonische Tiefebene, und genau dazwischen liegt Štajerska Slovenija. Das Gebirge reicht bis auf 1.543 Meter am Črni vrh und hält kühle, feuchte Luft zurück. Nach Osten dagegen ist das Land offen bis nach Ungarn, und mit ihm kommt trockene, kontinentale Wärme herein.

Aus diesem Gegensatz entsteht ein Klima, das man moderat-kühl nennt, obwohl die Sommer alles andere als mild sind. Tagsüber steigen die Temperaturen im September oft über dreißig Grad. Nachts fällt die pannonische Luft schnell ab. Genau dieser Unterschied zwischen Tag und Nacht hält die Säure in Sauvignon und Šipon frisch, während der Zucker in der Beere trotzdem steigt.

Ohne diesen Wechsel schmeckten die Weine flach. Deshalb liegen die besten Lagen meist an sonnigen Südhängen, oberhalb der kalten Luftschicht, die sich nachts in den Tälern sammelt. Sobald die Beeren süß werden, kommt der Klopotec zum Einsatz, ein hölzernes Windrad auf hoher Stange. Es hält mit lautem Klappern Stare und Amseln von den Trauben fern. Dort ist die Frostgefahr im Frühjahr geringer, und die Trauben reifen gleichmäßiger als unten am Hangfuß, wo sich Kaltluft und Nebel stauen. Genau das macht am Ende den ganzen Unterschied.

Rund tausend Millimeter Regen fallen im Jahr. Genau das ist auch das Risiko. Weil die weiche Opoka Wasser schlecht durchlässt, quillt sie nach starkem Regen auf und wird rutschig. Ganze Hänge sind so schon ins Rutschen geraten, deshalb bleibt zwischen den Rebzeilen fast immer eine Grasnarbe stehen, die den Boden festhält.

Der Klimawandel hat den Kalender bereits verschoben. Was früher Ende September begann, startete in den vergangenen Jahren in Teilen des Podravje schon im August, rund eine Woche früher als gewohnt. Winzer lesen inzwischen bewusst früher, um die Säure zu retten, bevor die Hitze sie auffrisst.

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