Region & Geschichte in der Region Riga

Hanse und Monopol

Region & Geschichte

Vecrīga, die Altstadt am rechten Ufer der Daugava, gehörte im Mittelalter zur Hanse. Kaufleute lagerten Getreide, Pelze und Branntwein in den schmalen Speicherhäusern nahe dem Hafen, bevor die Fracht auf Kögge und Schiff ging. Der Fluss brachte den Handel in die Stadt, lange bevor in Riga eigener Wodka floss.

1900 eröffnete in Riga das staatliche Wodka-Lager Nr. 1, ein nüchterner Name für den Beginn einer Brennerei, die bis heute besteht. Nach der lettischen Unabhängigkeitserklärung 1918 lief der Betrieb neu an, zunächst bescheiden mit rund 25.000 Flaschen.

Die Sowjetzeit brachte den nächsten Einschnitt. 1948 begann die Fabrik, nach russischer Rezeptur Stolichnaya zu brennen, jenen klaren Wodka aus Weizen und Roggen, den die Sowjetunion in den Westen verkaufte. 1970 erhielt der Betrieb den Namen Latvijas Balzams, unter dem er noch heute firmiert.

Nach der erneuten Unabhängigkeit 1991 wurde das Staatsunternehmen in den Neunzigern privatisiert, 1997 zur Aktiengesellschaft. Die Exportrechte für Stolichnaya blieben in Riga, während sich die Eigentümer um die Marke stritten: Seit 2003 liegt Latvijas Balzams über seine Konzernmutter Amber Beverage Group im Rechtsstreit mit dem russischen Staatsbetrieb Sojuzplodoimport um die Namen Stolichnaya, Stoli und Moskovskaya. 2020 gab ein niederländisches Gericht Russland recht und untersagte den Verkauf in den Benelux-Staaten, wo die Marken ohnehin schon seit 2015 nicht mehr im Regal standen.

Älter als jede Wodkageschichte ist der Rigaer Balsam. 1752 mischte der Apotheker Abraham Kunze in der Stadt sein Kräuterelixier. Der Überlieferung nach heilte er damit 1789 Zarin Katharina die Große von einem Magenleiden, die ihm daraufhin das alleinige Braurecht zusicherte. Bis heute kennen angeblich nur der Braumeister und zwei Gehilfen das vollständige Rezept.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.