Trinkkultur in der Region Großpolen

Kalt & Gemeinsam

Trinkkultur

In Poznań und der Umgebung trinkt man Wodka klassisch eiskalt und pur aus kleinen Gläsern, den kieliszki. Man trinkt ihn nie in großen Schlucken, sondern in einem einzigen kurzen Zug. Zwischen den Runden isst man etwas Deftiges, oft eine Gurke oder Brot mit Speck, um den Magen zu beruhigen.

Vor dem Trinken wird angestoßen, meist mit einem kurzen „na zdrowie“, auf die Gesundheit. Manchmal folgt das längere Trinklied „sto lat“, hundert Jahre, das eigentlich für Geburtstage gedacht ist, aber auch bei Hochzeiten und Festen anklingt. Wer das Glas erhebt, sieht den anderen dabei in die Augen.

Ein einmal eingeschenktes Glas stehen zu lassen, gilt als unhöflich gegenüber dem Gastgeber. Der füllt es meist selbst randvoll nach. Auf dem Land, wo einst die Gutsbrennereien standen, gehörte ein Glas Wodka traditionell zum Erntedankfest, den dożynki, mit denen die Bauern das Ende der Kartoffel- und Getreideernte feierten.

In Poznań selbst ist Wodka eher Begleiter als Mittelpunkt der Geselligkeit. Beim Martinsmarkt im November, dem Jarmark Świętomarciński, stehen die süßen Hörnchen der Stadt im Vordergrund. Der Wodka kreist am Rand der Feiern in kleinen Runden, meist zum Essen und nicht davor.

Wichtiger als die Menge gilt die Regel, dass niemand allein trinkt und jede Runde gemeinsam beginnt. Ein Glas ohne guten Grund abzulehnen, sorgt schneller für Stirnrunzeln als ein Glas zu viel. Am Tisch muss dabei klar bleiben, wer am nächsten Tag noch fahren muss.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.