
Lager und Ale
Bierstile
Quilmes Cristal ist das Leitbier der Stadt, ein goldgelbes Lager mit weißem Schaum, das leicht trinkbar und kaum bitter schmeckt. Nach dem Stilleitfaden BJCP zählt so etwas zum internationalen hellen Lager, dem Typ, den auch viele mexikanische Biere vertreten.
Dieses Lager ist ein Bier für heiße Tage und lange Abende. Es ist schlank, klar und hat wenig Hopfenaroma, dafür aber einen sauberen Malzkern. Wer ein deutsches Pils kennt, wird feststellen: Es ist weniger bitter und weniger würzig als ein Pils aus Deutschland.
Daneben tritt in Palermo ein ganz anderer Typ auf. Das American Pale Ale kommt aus den USA, ist kupfergolden bis bernsteinfarben und riecht nach Zitrusfrüchten und Kiefer. Es ist obergärig, deutlich bitterer als ein Lager und im Körper etwas kräftiger.
Der Unterschied zwischen beiden lässt sich einfach sagen: Das Lager ist ein Durstlöscher, das Pale Ale ein Aromabier. Beim Lager steht die Frische im Vordergrund, beim Pale Ale der Hopfen. Antares und Cerveza Berlina zeigen in der Stadt, wie vielfältig die Handwerksbrauer inzwischen arbeiten.
Auch das Glas verändert den Eindruck. Das Lager kommt im schlanken Glas, das die Kälte hält und den Schaum stützt. Das Pale Ale bekommt ein weiteres Glas, in dem sich die Aromen sammeln und die Nase tief hineinkommt. So lässt sich der Stilunterschied schon sehen, bevor man den ersten Schluck nimmt.
Beide Stile haben in der Stadt ihren Platz. Das Lager gehört zu Asado, Fußball und Hitze, das Pale Ale zu langen Abenden in Palermo, wenn man ein Bier in Ruhe trinken und darüber reden will. Keiner der beiden Stile verdrängt den anderen, sie ergänzen sich eher.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgolden, klar, wenig Hopfen, sauber und leicht trinkbar.