
Lager und Ale
Bierstile
Was ist ein Pale Lager? In Melbourne ist es das Bier, das die meisten Gläser füllt: blass, kühl, mild gehopft. Victoria Bitter gehört zu den meistverkauften Bieren Australiens. Nach der Rezeptänderung von 2007 lag es bei 4,8 Prozent Alkohol und seit 2009 bei 4,6; im September 2012 kündigte CUB an, zur ursprünglichen Stärke von 4,9 Prozent zurückzukehren.
Von deutschem Pils unterscheidet sich das australische Lager durch weniger Bittere und einen glatteren Körper. Die Norm für internationale helle Lager sieht 18 bis 25 Bittereinheiten vor, deutsches Pils liegt zwischen 22 und 40. Wer ein Pils kennt, empfindet VB deshalb als weicher und runder.
Daneben steht das Pale Ale nach amerikanischem Vorbild. Es ist obergärig, deutlich hopfiger und bernsteinfarben bis golden. Die Craft-Szene von Fitzroy und Collingwood hat dazu IPA, Hazy IPA und Sauerbiere gestellt. Das Amber Ale von Mountain Goat, das Hightail, liegt dazwischen, mit Karamellmalz und mittlerer Bittere. Es zeigt, dass sich auch eine kupferfarbene Mitte gut trinken lässt, ohne ein reines Hopfenbier zu sein, und sie ist bei Pub-Gästen beliebt.
Wer in Melbourne durch die Pubs zieht, trinkt also vor allem kühl und hell, hat aber mit jeder Brauerei mehr Auswahl als noch vor zwanzig Jahren. Die Stilnormen unten dienen nur als Orientierung für das Verkosten; einzelne Biere liegen darüber oder darunter, und die Zahlen auf dem Etikett haben immer Vorrang vor der Tabelle.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Blass bis golden, mild gehopft, glatter Körper, sauberer Abgang.