
Pot und Schooner
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Wie schmeckt ein Queensland-Lager? Hellgolden im Glas, dünner weißer Schaum, ein leichter Duft nach Getreide und frischem Brot. Im Mund ist es schlank und trocken, am Ende bleibt eine kleine Bittere. Ein XXXX Bitter ist dafür das übliche Beispiel.
Queensland hat sein eigenes Vokabular für Gläser. Das kleine Glas mit 285 Millilitern heißt hier Pot, in anderen Staaten Middy. Der Schooner fasst 425 Milliliter, und das Pint, ein Maß aus England, 570. Der kleine Pot gilt als Antwort auf die Hitze, denn ein kleines Glas wird nicht warm.
Die Temperatur ist der halbe Geschmack. Lager aus dem Tank werden in Queensland meist sehr kalt gezapft, denn bei Wärme schmeckt das milde Lager flach und süßlich. Wer Aromen suchen will, lässt das Glas deshalb einen Moment stehen, bis es ein wenig aufgetaut ist.
Wer die Craft-Seite probieren möchte, geht in die Zapfhähne von Felons unter der Story Bridge, von Green Beacon oder von Ballistic in Salisbury. Dort stehen Pale Ales, Lager und saisonale Biere, bei denen Aroma und Bittere deutlicher werden.
Beim Einschenken hält man das Glas schräg und lässt das Bier an der Wand entlanglaufen. Gegen Ende richtet man es auf, damit sich eine feste, weiße Krone bildet. Zum Mitnehmen gibt es das Stubby, die kurze Flasche, und das Tinnie, die Dose. Beide kommen in Australien meist direkt aus dem Kühlschrank.