
Lager, Pale Ale
Bierstile
Was ist ein australisches Lager? Es ist ein helles, untergäriges Bier mit wenig Bittere, das eiskalt getrunken wird. In Tasmanien füllt es die Regale: Das Premium Lager von Cascade und das Boag's Premium Lager folgen diesem Muster. In den BJCP-Richtlinien fällt es unter International Pale Lager.
Der Unterschied zum deutschen Helles liegt im Detail. Das Helles aus München schmeckt deutlich nach Malz und hat eine zarte, aber spürbare Hopfenbittere. Das australische Lager ist meist neutraler, leichter im Körper und auf Kälte gebaut. Zucker im Rezept macht es oft trockener.
Das Pale Ale hat auf der Insel eine lange Geschichte. Das Cascade Pale Ale gilt als das älteste durchgehend gebraute Bier Australiens. Es ist obergärig, bernsteinfarben bis golden und hat mehr Hopfenaroma als das Lager. Die BJCP-Richtwerte für American Pale Ale dienen hier nur als grober Anhaltspunkt.
Ein Pale Ale unterscheidet sich vom India Pale Ale durch weniger Bittere und weniger Stammwürze. Die Stammwürze ist der Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, gemessen in Grad Plato. Je mehr Zucker, desto mehr Alkohol kann entstehen. Ein IPA ist stärker gehopft und meist kräftiger.
Neben den beiden großen Stilen gibt es Stout und Farmhouse Ale. Die kleinen Brauereien der Insel probieren vieles aus, von Weizenbier bis zu Sauerbier. Für den Einstieg reichen zwei Stile: ein kaltes helles Lager und ein Pale Ale mit Fruchtaroma, wie es die australischen Hopfensorten liefern.
Australisches Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hell, klar, neutral im Malz, wenig Bittere, eiskalt serviert.