
Eiskalt im Schooner
Verkosten
Wie schmeckt Bier aus Tasmanien? Das helle Lager schmeckt leicht nach Getreide und Brot, hat wenig Bittere und einen kurzen, trockenen Abgang. Das Pale Ale riecht nach Zitrus und Frucht, der Körper ist etwas voller. Als Beispiele dienen Cascade Pale Ale, das Premium Lager von Cascade und James Boag's Premium.
Australische Gläser haben eigene Namen, und die Größe ändert sich je nach Bundesstaat. Der Schooner ist ein mittelgroßes Glas von etwa 425 Millilitern. Der Pot ist kleiner und fasst rund 285 Milliliter. Im Pub bestellt man meist eins von beiden.
Ein kleines Glas hat einen Grund: Bei Hitze wird Bier schnell warm. Wer einen Pot bestellt, trinkt ihn kalt aus und holt den nächsten. Das Glas steht nur kurz in der Hand, und die Temperatur bleibt niedrig. So erklären viele Australier auch, warum ein großes Glas im Sommer schnell warm würde.
Die Temperatur liegt oft bei nur wenigen Grad über null, deutlich kälter als bei deutschem Pils. Kälte dämpft Aromen. Bei einem Lager mit leichtem Profil stört das wenig, ein Pale Ale zeigt seinen Fruchtduft dagegen erst, wenn es etwas wärmer wird.
Zum Zapfen gehört eine kleine Schaumkrone, die das Bier vor Luft schützt. Flaschen heißen in Australien Stubbies, wenn sie 375 Milliliter fassen, und Dosen nennt man Tinnies. Zum Verkosten reicht ein sauberes Glas. Wer nach dem ersten Schluck merkt, dass ihm das Bier zu kalt ist, wartet einen Moment.