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Verkosten in der Region Aischgrund & Steigerwald

Seidla, Krug, Zwickelhahn

Verkosten

Ein frisches Kellerbier riecht nach Brotkruste und etwas Hefe, im Glas steht es hell bis bernsteinfarben und leicht trüb. Der erste Schluck ist weich, die Kohlensäure zurückhaltend, der Abgang mäßig bitter. Dunkles Kellerbier bringt zusätzlich Karamell, Brotrinde und eine kleine Süße mit.

Als Beispiele dienen vier Brauereien: Das Kellerbier des Brauhauses Höchstadt mit dem Namen Kellerberg, das Kellerbier 1747 Original der Brauerei Heller in Herzogenaurach, die Biere der Brauerei Zwanzger in Uehlfeld und die Privatbrauerei Hofmann in Gutenstetten. Das Heller-Kellerbier erhielt nach Angaben des Hauses 2016 einen Preis beim European BeerStar.

Zwanzger macht neben Hellem und Dunklem auch Kreativbiere mit Honig, Holunderblüte oder Zitronenmelisse, Hofmann braut ein India Pale Ale. Diese Biere zeigen, dass die Landbrauereien mehr können als Kellerbier, ohne es zu vernachlässigen.

Getrunken wird es traditionell aus dem Seidla, dem halben Liter, oder aus dem Steinkrug, der das Bier kühl hält. Die Temperatur liegt am besten bei etwa 7 bis 9 Grad, kühl, aber nicht eiskalt, sonst verschwinden Malz und Hefenote.

Gezapft wird meist direkt vom Fass, oft ohne den hohen Schaum, den man vom Pils kennt. Das Fass wird angestochen und der Hahn ohne Kohlensäuredruck geöffnet, die Gläser füllt man ruhig und gleichmäßig. Eine feine Schaumkrone ist erwünscht, ein Berg nicht. Wer ein Kellerbier zum ersten Mal probiert, sollte es langsam trinken und auf die Hefe achten: Sie gibt dem Bier den vollen Körper und im dunklen Bier das Brot- und Karamellaroma.

Dazu im Lexikon

Bier richtig verkostenPils und Helles im Vergleich
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