
Bock, Doppelbock, Weizen
Bierstile
Was ist ein Doppelbock? Ein Doppelbock ist ein untergäriges, besonders starkes Bier mit viel Malz und wenig Hopfenbittere, ein Stil, der aus München stammt. Nach BJCP-Leitlinien liegt die Stammwürze zwischen 17,5 und 26,4 Grad Plato und der Alkoholgehalt zwischen 7 und 10 Prozent.
Der Andechser Doppelbock Dunkel liegt mit 18,5 Grad Plato und über 7 Prozent genau in diesem Rahmen. Kakao, Zartbitterschokolade, ein weiches, rundes Mundgefühl: So beschreibt ihn die Brauerei. Wer einen Bock mit Karamell und Rosinen erwartet, bekommt eher Brotkruste und Bitterschokolade.
Wie viel Alkohol hat Bockbier? Rechtlich muss ein Bockbier in Deutschland eine Stammwürze von mindestens 16 Prozent haben. Der Bergbock Hell von Andechs hat 16,5 Grad Plato und 6,9 Prozent Alkohol, er ist ein Heller Bock im Stil eines Maibocks, goldfarben und mit mehr Hopfenduft als sein dunkler Bruder.
Der Unterschied liegt also in Farbe und Stärke. Ein Heller Bock ist heller, trockener und etwas blumiger. Ein Doppelbock ist dunkler, voller und süßer. Weißbier dunkel gehört zu einer dritten Familie, denn es ist obergärig und lebt von der Hefe, nicht von der Lagerzeit. Alle drei Stile stehen im Sortiment der Klosterbrauerei, und gemeinsam ergeben sie eine kleine Lehrstunde: ein heller und ein dunkler Bock zum Vergleichen, dazu ein Weizen für den Blick auf die obergärige Seite.
Bockbiere sind Starkbier, und man trinkt sie in Bayern traditionell in kleineren Mengen und besonders zur Fastenzeit. Wer mit dem Auto kommt, sollte bedenken, dass sie deutlich mehr Alkohol haben als das Helle.
Doppelbockuntergärig
- Stammwürze
- 17,5–26,4 °P
- Alkohol
- 7–10 % vol
- Bittere
- 16–26 IBU
- Farbe
- 12–49 EBC
Dunkel bis tief bernsteinfarben, malzvoll, Kakao und Brotkruste.