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Hopfen in der Region Baden & Kurpfalz

Zugekauft aus Tettnang

Hopfen

Wächst in Baden Hopfen? Ein nennenswertes Anbaugebiet gibt es hier nicht, die Brauereien kaufen ihren Hopfen zu. Die großen deutschen Hopfengebiete liegen anderswo. Deutschland kam 2025 auf rund 18.962 Hektar, davon allein die Hallertau in Bayern auf etwa 17.129. Das nächste Gebiet für die badischen Brauer ist Tettnang am Bodensee.

Die Hoepfner Brauerei nennt als Quellen ihres Aromahopfens genau diese beiden: Tettnang und die Hallertau. Der Tettnanger Hopfen trägt seit 2010 die geschützte geografische Angabe der EU. Typische Sorten sind Tettnanger und aus der Hallertau der Hallertauer Mittelfrüh, beide gelten als Aromahopfen. Ihr Duft erinnert an Kräuter, Heu und Blüten.

Hopfen hat zwei Aufgaben im Bier. Die Bitterstoffe, die Alphasäuren, halten die Süße des Malzes im Gleichgewicht. Die ätherischen Öle bringen den Duft. Man misst die Bittere in IBU, den International Bitterness Units. Ein deutsches Pils liegt zwischen 22 und 40 IBU, ein Hefeweizen nur zwischen 8 und 15, weil dort die Bittere hinter der Frucht der Hefe zurücktreten soll.

Bitterhopfen und Aromahopfen kommen oft getrennt in den Sud. Die Bitterhopfen kocht man lang mit der Würze, damit sich ihre Säuren lösen. Die feinen Aromahopfen kommen erst gegen Ende der Kochung dazu, damit der Duft nicht verfliegt. So gibt jede Brauerei ihrem Pils ein eigenes Gleichgewicht, selbst wenn Hallertau oder Tettnang als Quelle dieselben sind. Wie viel Hopfen jede Brauerei in Karlsruhe, Plankstadt oder Heidelberg einsetzt, ist Betriebsgeheimnis.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen erklärtIPA: viel Hopfen im Glas
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