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Verkosten in der Region Bamberg

Seidla im Keller

Verkosten

Wie schmeckt Bamberger Rauchbier, und wie trinkt man es? Die Nase meldet zuerst Rauch, die Zunge danach Malz, Karamell und eine leise Bittere. Der Abgang ist trocken und lang. Wer neu dabei ist, braucht oft ein halbes Glas, bis der Rauch nicht mehr nach Fremdkörper schmeckt.

Ein Beispiel ist das Aecht Schlenkerla Rauchbier Märzen, das nach Angaben der Brauerei in der Dominikanerstraße im Wirtshaus aus dem Holzfass gezapft wird. Ein zweites ist Spezial Rauchbier aus der Brauerei Spezial, die seit 1536 besteht. Als rauchloses Gegenbeispiel taugt das Kellerbier „U“ von Mahrs Bräu.

In der Gaststube wird das Bier in einem Seidla serviert, einem Glas mit Henkel und einem halben Liter Inhalt. Im Wirtshaus Schlenkerla läuft es aus dem Fass direkt in den Krug. Auf den Kellern steht oft ein Steinkrug auf dem Tisch, der das Bier länger kühl hält.

Die richtige Temperatur liegt bei Rauchbier um die acht bis zehn Grad, also nicht eiskalt. Bei starker Kühlung verschwindet der Rauch fast ganz, bei Zimmerwärme wird das Bier schwer. Die Stilnorm gibt keine Trinktemperatur vor, das ist Erfahrungssache.

Beim Fassbier aus dem Holz läuft das Bier ohne großen Druck ins Glas. Der Schaum bleibt dünn, und das Bier schmeckt vielen weicher als aus der Flasche. Ein Bamberger Sprichwort sagt, spätestens beim dritten Seidla schmecke man das Bier. Das ist eine Redensart und keine Trinkempfehlung.

Dazu im Lexikon

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