
Weißbier, Hell, Bock
Bierstile
Was ist Weißbier, und warum heißt es so? Weißbier ist ein obergäriges Bier mit hohem Weizenmalzanteil, das seinen Namen nicht von der Farbe, sondern vom Weizen hat. Es ist trüb durch Hefe, trägt einen hohen Schaum und schmeckt nach Banane, Nelke und frischem Brot. Das herzogliche Weißbierbrauen in Traunstein beginnt mit dem Jahr 1612.
Wie unterscheidet sich Weißbier von Helles? Das Helle ist untergärig, goldgelb, mild gehopft und klar, ohne Fruchtnoten. Weißbier ist obergärig, trüb und fruchtig. Das Helle trinkt man als Alltagsbier, das Weißbier ist voller und süffiger zugleich.
Das dunkle Starkbier, in der Region häufig als Bock angeboten, steht dem Helles-Alltagsbier gegenüber: Ein Dunkler Bock beginnt nach BJCP bei 15,7 Grad Plato, deutsche Biere mit der Bezeichnung Bockbier brauchen laut Bierverordnung mindestens 16 Prozent Stammwürze. Das ist der Zuckergehalt der Würze vor der Gärung. Er bestimmt, wie viel Alkohol entsteht.
Wie viel Alkohol hat Weißbier? Nach Stilnorm liegen helle Weißbiere zwischen 4,3 und 5,6 Prozent Alkohol. Dunkles Weizen und Kristallweizen sind Spielarten: Das Dunkle wird aus gerösteterem Malz gebraut, das Kristallweizen ist ein gefiltertes, klares Weißbier. Hefeweizen und Weizenbier meinen dasselbe wie Weißbier, in Bayern sagt man meist Weißbier. Der Unterschied liegt nur im Sprachgebrauch.
Wann gibt es Starkbier? Üblich sind Bockbiere in der Fastenzeit und im Frühjahr, als Starkbierzeit mit eigenen Anstichen. Das Chiemseebräu nennt dunkles Bockbier ausdrücklich als Starkbierspezialität.
Weißbier hellobergärig
- Stammwürze
- 11–13,1 °P
- Alkohol
- 4,3–5,6 % vol
- Bittere
- 8–15 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Trüb, hoher Schaum, Banane und Nelke, weiche Fülle.