
Eisbock und Weisse
Bierstile
Eisbock ist ein starkes, dunkles Lagerbier aus Franken, bei dem durch Ausfrieren Wasser entzogen wurde. Der Steckbrief unten nennt Werte von 9 bis 14 Prozent Alkohol und Stammwürzen von 18,9 bis 28,1 Grad Plato. Den Kulmbacher Eisbock führt die Kulmbacher Brauerei als Saisonbier für den Winter. Die Farbe reicht von Kupfer bis Dunkelbraun, der Geschmack erinnert an Rosinen, Pflaumen und Karamell.
Wie unterscheiden sich Bock, Doppelbock und Eisbock? Bockbier heißt so nach der Stadt Einbeck, nicht nach dem Ziegenbock. Der Doppelbock ist eine stärkere Stufe, und der Eisbock wird zusätzlich durch Frost verdichtet. Alle drei sind untergärig.
Dazu kommt das Weißbier, für das Bayreuth steht. Maisel's Weisse kam nach Angaben der Brauerei 1955 auf den Markt, zunächst als „Champagner-Weizen“. Weißbier, Weizenbier und Hefeweizen bezeichnen in der Praxis dasselbe, nämlich ein obergäriges Bier mit hohem Weizenmalzanteil und Hefetrübung.
Der Unterschied zum Eisbock ist fast so groß wie zwischen zwei Getränken. Das Weißbier ist leicht, spritzig und fruchtig, mit 4,3 bis 5,6 Prozent Alkohol. Der Eisbock ist dick, süß, warm und für kleine Gläser gedacht. Wer beides nebeneinander probiert, merkt schnell, wie weit Bayreuth und Kulmbach geschmacklich auseinanderliegen, obwohl nur eine kurze Autofahrt dazwischen liegt.
Dazu gehört auch das dunkle Bockbier der Region, wie es die Mönchshof-Marke führt. Nach der Bierverordnung darf ein deutsches Bockbier erst ab 16 Prozent Stammwürze so heißen. Die BJCP-Werte im Steckbrief sind Wettbewerbsbereiche, keine Pflicht.
Eisbockuntergärig
- Stammwürze
- 18,9–28,1 °P
- Alkohol
- 9–14 % vol
- Bittere
- 25–35 IBU
- Farbe
- 33–59 EBC
Kupfer bis Dunkelbraun, Rosine und Karamell, dichter Körper, spürbare Wärme.