
Dampfbier, Helles, Festbier
Bierstile
Das Zwieseler Dampfbier ist das eigenwilligste Bier der Region. Es ist bernsteinfarben, obergärig und hat nach Angaben der Brauerei 5 Prozent Alkohol bei 11,5 Prozent Stammwürze. Der Geschmack ist mild und malzig, mit wenig Hopfen.
Worin unterscheidet sich Dampfbier von Altbier? Beide sind obergärig und kupfern bis bernsteinfarben. Ein Altbier aus Düsseldorf ist nach der Stilnorm mit 25 bis 50 IBU deutlich herber, während das Dampfbier weich und leicht süßlich bleibt. Für Dampfbier gibt es keine Stilnorm, es ist eine Eigenheit der Waldbrauer.
Das Helle ist der zweite Stil. Es ist goldgelb und untergärig, hat wenig Bittere und einen kurzen, sauberen Abgang. Wer es neben das Dampfbier stellt, merkt den Unterschied an Farbe und Körper sofort: Das Helle ist glatter und leichter, das Dampfbier voller und etwas fruchtiger.
Als dritter Typ kommt das Festbier hinzu. Die Falter-Brauerei führt ein Pichelsteiner Festbier, benannt nach dem Eintopf und dem Fest in Regen. Ein Festbier ist ein kräftigeres, goldenes Lagerbier mit rund 6 Prozent Alkohol. Es ist weich und süffig und passt zu Volksfesten.
Das Weißbier der Privatbrauerei Falter rundet das Bild ab. Auch ein Besucher des Pichelsteiner Fests in Regen findet es dort neben dem Festbier im Ausschank. Es ist obergärig, trüb und schmeckt nach Banane und Nelke. Wer es mit dem Dampfbier vergleicht, merkt, dass auch Obergäriges sehr verschieden schmecken kann.
Hellesuntergärig
- Stammwürze
- 11–11,9 °P
- Alkohol
- 4,7–5,4 % vol
- Bittere
- 16–22 IBU
- Farbe
- 6–10 EBC
Goldgelb, weich im Malz, zarter Hopfen, kurzer Abgang.