
Pils & Weißbier
Bierstile
Welches Bier gehört zu Saarland und Pfalz? Der Leitstil ist das Pils, ein helles, untergäriges Bier mit deutlicher Bittere. Das Karlsberg Ur-Pils ist das bekannteste Beispiel. Pils ist hier kein Spezialbier, sondern das Bier, das man im Wirtshaus erwartet, wenn man einfach ein Bier bestellt.
Wie unterscheidet sich Pils vom Hellen? Das Helle aus Bayern ist weicher, malziger und weniger gehopft, das Pils trockener und bitterer. Nach den BJCP-Richtlinien liegt ein Helles bei 16 bis 22 IBU, ein deutsches Pils bei 22 bis 40. Hier an der Saar und in der Pfalz ist die Grenze zwischen beiden Stilen wegen der Pils-Tradition eher klar gezogen.
Neben dem Pils steht das Weißbier. Die Pfälzer Brauerei Bischoff bringt die Falkensteiner Ur-Weisse auf den Markt, ein Hefeweizen, das trüb, fruchtig und leicht ist. Es ist obergärig, schmeckt nach Banane und Gewürz und hat deutlich weniger Bittere als ein Pils.
Dazu kommen Spezialitäten, die manche Brauereien der Region führen: ein Doppelbock, ein schwarzes Lager oder saisonale Biere. Doppelbock ist ein starkes, malzbetontes Bier mit über 18 Grad Stammwürze. Das ist der Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, und er bestimmt den späteren Alkohol.
Wer also in der Pfalz ein Bier sucht, findet meist Pils, Weißbier und ein dunkles Saisonbier. Eigene Regionalstile wie Kölsch oder Altbier gibt es hier nicht, und deshalb steht die Region eher für Alltagsbiere als für Sonderformen.
Pilsuntergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Strohgelb bis goldgelb, blank, feine Hopfenbittere, trockener Abgang.