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Hopfen in der Region Sauerland & Siegerland

Bittere aus Bayern

Hopfen

Im Sauerland und Siegerland wächst kein Hopfen, jedenfalls kennt diese Recherche keinen nennenswerten Anbau. Hopfen wächst an Gerüstanlagen und liebt weite, offene Flächen, die das Mittelgebirge kaum bietet. Die Pils-Brauer kaufen ihn deshalb auf dem Markt oder im Vertrag ein, wie fast alle Brauereien außerhalb der Anbaugebiete. Deshalb kommt der Hopfen für die Pils-Brauer von außerhalb, in Deutschland vor allem aus der Hallertau in Bayern.

Die Hallertau ist mit rund 17.100 Hektar etwa 83 Prozent der deutschen Hopfenfläche und das größte zusammenhängende Hopfengebiet der Welt. Deutschland insgesamt kam 2025 auf rund 18.960 Hektar, so der BarthHaas-Bericht.

Beim Hopfen unterscheiden Brauer zwei Aufgaben. Bitterhopfen enthält viele Alphasäuren und gibt dem Bier die Bittere, gemessen in IBU, das ist eine Skala für die Bittereinheiten im Bier. Aromahopfen kommt später in den Sud und bringt Duft statt Schärfe.

Ein deutsches Pils liegt nach der BJCP-Norm bei 22 bis 40 IBU und ist damit deutlich herber als ein Helles, das nur bei 16 bis 22 liegt. Typische deutsche Sorten sind Hallertauer Mittelfrüh, Perle, Tradition oder die Bitterhopfen Magnum und Herkules, die oft in Bitteranteilen auftauchen.

Welche Sorten Warsteiner, Veltins und Krombacher einsetzen und in welchen Mengen, verraten die Brauereien nicht im Detail. Aus dem Stil lässt sich nur eines ablesen, und das gilt auch für das Pils aus Warstein, Grevenstein oder Krombach: Das Pils dieser Region ist trocken und bitter, aber nicht kratzig, weil das weiche Wasser die Hopfenbittere rund hält.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenIPA und seine Hopfenwelt
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