
Das Sauerländer Pils
Bierstile
Was ist Pils, und was macht das Pils aus dem Sauerland aus? Pils ist ein helles, untergäriges Bier mit deutlicher Hopfenbittere und festem, weißem Schaum. Seinen Namen hat es von Pilsen, wo 1842 der erste Sud gebraut wurde.
Das deutsche Pils ist trockener und herber als das böhmische. Nach der BJCP-Norm hat es 4,4 bis 5,2 Prozent Alkohol und liegt bei 22 bis 40 IBU. Ein Helles, der Stil aus München, kommt auf 16 bis 22 IBU und wirkt weicher und malziger.
Der Unterschied zum Export, wie ihn Dortmund pflegt, liegt in Stärke und Körper: Das Export hat mehr Stammwürze, also mehr gelösten Zucker vor der Gärung, und schmeckt runder. Das Pils ist leichter und schlanker. Ein Export beginnt bei etwa 12,4 Grad Plato, das ist die Maßeinheit für die Stammwürze, und reicht nach der BJCP-Norm bis 14,3, ein Pils bleibt darunter.
Die drei großen Marken stehen für den Typ. Veltins braut nach Angaben der Brauerei seit 1926 ausschließlich Pils, und auch Warsteiner und Krombacher haben ihr Pils zur Hauptmarke gemacht. Ihre Biere gelten als sauber, gradlinig und gut trinkbar, mit festem Schaum und einer Bittere, die im Abgang kurz bleibt. Das ist genau das, was man von einem Pils aus weichem Wasser erwartet.
Eine Besonderheit der Region sind alkoholfreie Biere. Radio Sauerland berichtet, dass rund 90 Prozent des alkoholfreien Biers aus Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Arnsberg entstehen. In Deutschland gilt alkoholfrei in der Praxis bis höchstens 0,5 Prozent Alkohol, eine gesetzliche Definition gibt es nicht.
Pils (deutsch)untergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Helles Gold, fester weißer Schaum, klare Hopfenbittere, trockener Abgang.