
Helles und Weißbier
Bierstile
Was ist ein Helles? Ein Helles ist ein untergäriges, goldgelbes Vollbier mit wenig Bittere, das aus Bayern stammt und auf der Alb zum Leitbier geworden ist. Die Zwiefalter Klosterbräu nennt ihre Variante „Helle 1521“ und spielt damit auf das Jahr des ersten Klosterbiers an.
Der Unterschied zum Pils liegt in der Bittere und im Malz. Ein Helles ist weicher, brotig und ohne scharfen Hopfenbiss, ein Pils bitterer und trockener. Der Unterschied zum Märzen: Es ist leichter und heller, mit weniger Stammwürze. Die Stammwürze meint den gelösten Zucker aus dem Malz vor der Gärung.
Neben dem Hellen steht in nahezu jedem Haus ein Hefeweizen. Das ist ein obergäriges Weißbier mit mindestens der Hälfte Weizenmalz, was als Branchenregel gilt. Es riecht nach Banane und Gewürznelke, ist trüb und hat viel Schaum. Das Berg Hefeweizen verwendet nach Brauereiangabe mehrere Getreidesorten.
Dazu kommen Spezialitäten mit Namen wie „Schäfleshimmel“ bei der Berg Brauerei, einer Abwandlung des hellen Biers, die auf die Schafherden der Alb anspielt. Ob jedes Haus ein Schwarzbier oder ein Festbier braut, hängt vom Betrieb ab; Zwiefalten führt ein Schwarzbier im Programm.
Wer die Stile vergleicht, merkt schnell die Verwandtschaft. Beide Leitbiere haben ähnlich wenig Bittere und leben vom Malz, nur die Hefe macht den Unterschied: Die untergärige gibt dem Hellen die Klarheit, die obergärige dem Weißbier seinen Fruchtduft. Wer zwischen Helles und Weißbier wählen will, wählt also nach Duft und Körper, nicht nach Stärke.
Hellesuntergärig
- Stammwürze
- 11–11,9 °P
- Alkohol
- 4,7–5,4 % vol
- Bittere
- 16–22 IBU
- Farbe
- 6–10 EBC
Goldgelb, malzig-brotig, weich, kaum Bittere, glatter Abgang.