
Festbier, Helles, Weißbier
Bierstile
Das Leitbier von Straubing ist das Festbier. Die Brauerei Röhrl führt als Gäuboden Festbier eine untergärige Spezialität, die zwischen Festbier und Märzen angesiedelt wird. Festbier ist golden, kräftiger als Helles und hat etwa 6 Prozent Alkohol. Es wird vor allem im August auf dem Gäubodenvolksfest getrunken.
Was unterscheidet Festbier und Märzen? Märzen ist traditionell dunkler, bernsteinfarben und etwas malziger, wie die Stilnorm mit 16 bis 33 EBC zeigt. Festbier ist heller und glatter. Der Name Märzen stammt von der alten Brauregel, nach der man in Bayern nur zwischen Michaeli und Georgi brauen durfte. Das im März gebraute Bier hielt sich über den Sommer, weil es kräftiger eingebraut und kühl gelagert wurde.
Helles ist schlanker. Es hat weniger Stammwürze, also weniger gelösten Malzzucker in der Würze vor der Gärung, und damit weniger Alkohol. Wer vor dem Festbier ein leichteres Glas will, nimmt Helles. Es liegt mit 4,7 bis 5,4 Prozent Alkohol deutlich unter dem Festbier, das auf 5,8 bis 6,3 Prozent kommt. Beide sind untergärig, beide goldgelb, doch das Festbier schmeckt satter und süßlicher, das Helles trockener und feiner.
Das Weißbier steht dem gegenüber. Es ist obergärig, enthält Weizenmalz und schmeckt nach Banane und Nelke. Die Straubinger Weisse gibt es nach Angaben der Brauerei Röhrl hell und dunkel. Dunkel heißt hier röstiger und etwas süßer, aber nicht schwerer. Zu Weißbier und Lagerbier gibt es keine Rangfolge: Das Weißbier ist ein anderes Bier, kein besseres und kein schlechteres. Am Stammtisch streitet man darüber ohnehin seit Generationen, und beide Seiten haben ihre Gründe.
Festbieruntergärig
- Stammwürze
- 13,3–14 °P
- Alkohol
- 5,8–6,3 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 8–12 EBC
Goldgelb, vollmundig, malzig-weich, wenig Bittere, süffig.