
Maß, Weißbierglas, Keller
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Wie schmeckt Bier aus Straubing? Das Festbier ist voll und weich, mit viel Brotkruste und Honig in der Nase, und die Bittere hält sich zurück. Das Helles schmeckt schlanker, das Weißbier fruchtig nach Banane und Nelke mit cremigem Schaum.
Als Beispiele taugen drei Biere aus der Stadt. Von der Brauerei Röhrl das B1881 Gäuboden Festbier und die Straubinger Weisse, hell und dunkel. Von der Karmeliten Brauerei etwa die Sorten, die sich an alten Klosterrezepten orientieren. Genaue Alkoholwerte stehen auf dem jeweiligen Etikett, nicht in dieser Reise.
Auf dem Volksfest kommt das Festbier in der Maß, einem Glaskrug mit einem Liter. Weißbier trinkt man aus dem hohen, nach oben weiten Weißbierglas, das den Schaum trägt und das Aroma bündelt. Helles gibt es in der kleineren Halben.
Zur Temperatur: Festbier und Helles schmecken am besten kühl, aber nicht eiskalt, grob bei 6 bis 8 Grad. Weißbier verträgt etwas mehr. Zu kalt, und alle Aromen schlafen ein.
Beim Einschenken von Weißbier hält man das benetzte Glas schräg und gießt langsam ein. Den Rest in der Flasche schwenkt man auf und gibt ihn zuletzt dazu, weil dort die Hefe liegt. Das Festbier zapft man gleichmäßig, bis eine feste, feine Schaumkrone steht. Ein guter Schaum riecht nach Malz, bleibt cremig und hält, bis das Glas leer ist. Fällt er nach Sekunden zusammen, war das Glas meist nicht sauber oder das Bier zu warm. Probieren heißt zuerst riechen, dann einen kleinen Schluck, dann den Nachgeschmack abwarten.