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Wasser & Boden in der Region Straubing & Gäuboden

Löss, tiefe Keller

Wasser & Boden

Unter Straubing liegt Staub aus der Eiszeit. Der Wind hat ihn damals am Rand der Donau abgelagert, und er bildet bis heute eine fünf bis sechs Meter dicke Schicht, den Löss. Aus ihm sind die dunklen, tiefgründigen Böden des Gäubodens entstanden, die zu den besten Bayerns zählen. Für das Bier ist das zuerst eine Frage des Getreides, erst danach des Wassers.

Das Brauwasser selbst kommt in Straubing aus der Tiefe. Die Karmeliten Brauerei nennt einen rund 100 Meter tiefen Brunnen auf dem eigenen Gelände. Tiefes Grundwasser ist gleichmäßig kühl und sauber, und genau das schätzen Brauer: Es schwankt im Jahr kaum.

Wie hart das Wasser genau ist, lässt sich nicht für die ganze Stadt sagen, und Messwerte nennen wir hier bewusst nicht. Dazu kommt, dass fast jede Brauerei ihr Wasser heute aufbereitet. Wichtiger als eine Zahl ist die Frage, welches Bier man brauen will. Ein helles Lagerbier verträgt wenig gelöste Mineralien, ein dunkles Bier dagegen mehr.

Ein zweiter Teil der Landschaft liegt unter der Erde. Die Brauerei Röhrl verlegte 1929 ihren Betrieb zum Sommerkeller an der Heerstraße, weil dort tiefe Lagerkeller zur kühlen Lagerung des Bieres taugten. Im Keller bleibt es auch im August kühl, wenn draußen das Volksfest läuft. Früher lagerte man so die im Winter und Frühjahr gebrauten Biere über den Sommer, und Kühlmaschinen gab es noch nicht.

Die Donau fließt am Rand der Stadt, und das flache Land des Gäubodens öffnet sich weit nach beiden Seiten. Das ist der Grund, warum man hier nicht von Bierbergen oder Felsenkellern erzählt, sondern von Feldern, Löss und tiefen Gewölben unter Stadtbäumen.

Dazu im Lexikon

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