
Blé noir, Ambrée
Bierstile
Was zeichnet bretonisches Bier aus? Es gibt keinen geschützten Bretagne-Stil. Die Sorten der großen Brauereien sind Blonde, Ambrée, Brune, Blanche und Stout, dazu kommt das Buchweizenbier als regionale Besonderheit. Coreff führt Blanche, Blonde, Ambrée, Brune und Stout.
Das Buchweizenbier, auf Französisch bière au blé noir, ist kein anerkannter Stil mit Zahlenvorgaben, sondern eine Rezeptidee: Buchweizen und Gerstenmalz zu etwa gleichen Teilen, dunkel, mäßig stark, mit einer herben Note. Telenn Du von der Brasserie Lancelot ist das bekannteste Beispiel. Ein Wettbewerbs-Steckbrief wie bei Kölsch oder Pils existiert dafür nicht, deshalb stehen unten zwei Stile, die ihre Nachbarn im Regal sind.
Die Ambrée ist ein bernsteinfarbenes Ale. Sie liegt zwischen der hellen Blonde und der dunklen Brune, und ihr Röstmalz gibt ihr eine Karamellnote. Eine Brune ist kräftiger gefärbt und schmeckt nach mehr Röstmalz, eine Blonde ist heller und schlichter, und wer drei Gläser nebeneinander stellt, sieht den Weg vom Strohgelb zum Braun mit eigenen Augen.
Die Blanche gehört zu den Weizenbieren. Die Zahlen unten für Witbier sind Wettbewerbskorridore der Stilgruppe, keine Werte einzelner Brauereien. Gleiches gilt für den Stout, der ursprünglich einfach stark hieß und erst später als irischer Stil berühmt wurde.
Mit dem Bière de Garde aus dem Norden Frankreichs haben diese Biere wenig zu tun. Dort braut man kräftigere, lagerfähige Biere, hier stehen Ale-Sorten und das Buchweizenbier im Vordergrund.
Witbierobergärig
- Stammwürze
- 11–12,9 °P
- Alkohol
- 4,5–5,5 % vol
- Bittere
- 8–20 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Trübes Gelb, zarte Würze aus Koriander und Orangenschale, frisch und leicht.