
Bitter und IPA
Bierstile
Das Leitbier des Südwestens ist das Bitter, ein bernsteinfarbenes, obergäriges Ale mit mäßigem Alkohol. Der Name verwirrt, denn es ist nicht besonders bitter: Er stammt aus einer Zeit, als man es vom süßeren Mild unterschied. Doom Bar von Sharp's und Tribute von St Austell gelten als Best Bitter.
Wie viel Alkohol hat Doom Bar? Nach Angaben des Herstellers liegt Doom Bar bei 4,0 Prozent, Tribute bei 4,2 Prozent. Beides passt in die Spanne eines Best Bitter, den die BJCP zwischen 3,8 und 4,6 Prozent einordnet.
Der Name Doom Bar stammt von einer Sandbank an der Mündung des Camel bei Padstow, auf der über Jahrhunderte Schiffe gestrandet sind. Das Bier selbst schmeckt nach Toast, Karamell und etwas Orangenschale, nicht nach Meer.
Proper Job von St Austell ist ein English IPA mit 4,5 Prozent nach Angaben der Brauerei. Das liegt unter der Norm der BJCP von 5 bis 7,5 Prozent, die Brauerei nennt es dennoch Cornish IPA. Der Stil sagt also nur die Richtung an, nicht die Zahl.
Wie unterscheiden sich Bitter und IPA? Das IPA hat mehr Alkohol und mehr Hopfen, das Bitter ist ausgewogener und zum längeren Trinken gedacht. Die Bezeichnung IPA steht für India Pale Ale, ein helles, stark gehopftes Exportbier, das vor allem in Indien Erfolg hatte. Der Südwesten brauchte es nicht zu erfinden, er hat es sich angeeignet.
Best Bitterobergärig
- Stammwürze
- 10–11,9 °P
- Alkohol
- 3,8–4,6 % vol
- Bittere
- 25–40 IBU
- Farbe
- 16–32 EBC
Bernstein bis Kupfer, Toast und Karamell, mäßige Bittere, wenig Kohlensäure.