
Pint und Zapfhahn
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Wie schmeckt ein Lager aus Glasgow? Das Tennent's Lager ist golden, schlank und frisch, mit leichter Malzsüße, kaum Hopfenaroma und einem sauberen, kurzen Abgang. Die Brauerei selbst bietet auch eine Variante unter dem Namen Tennent's 1885 an, die an das Gründungsjahr des Lagers erinnern soll.
St Mungo von WEST zeigt dagegen mehr Brot und Getreide. Der Antrunk ist weich, die Kohlensäure fein, die Bittere bleibt dezent. Gerade nebeneinander merkt man, dass beide Biere hell sind, aber aus verschiedenen Schulen kommen.
Getrunken wird in Glasgow das Pint, ein Imperial Pint mit 568 Millilitern, in einem geraden oder leicht geschwungenen Glas, das oben etwas weiter ist. Das halbe Pint fasst 284 Milliliter. Wichtig ist ein sauberes Glas, denn Fettreste lassen den Schaum zusammenfallen.
Lager schmeckt am besten gut gekühlt, kälter als die meisten Ales. Das mindert die Süße und betont die Frische. Wird es zu kalt, verschwinden die feinen Aromen, bei zu viel Wärme wirkt es flach.
Gezapft wird in der Regel vom Fass mit Kohlensäure. Ein gutes Pint hat eine zwei Finger breite, feste Schaumkrone und lässt sich in wenigen Schlucken trinken, ohne dass der Schaum zerfällt. Eine feste Zapfzeit wie bei Pils in Deutschland ist nicht üblich. Wer ein Pint zum ersten Mal bestellt, sollte es einfach stehen lassen, bis sich der Schaum gesetzt hat, und es dann in Ruhe trinken.