
Bitter, Golden Ale
Bierstile
Was ist ein Bitter, und warum heißt es so? Bitter ist der englische Pub-Klassiker: ein obergäriges, kupferfarbenes Fassbier mit mäßigem Alkohol. Der Name verweist auf den herberen Geschmack im Vergleich zum süßeren Mild. In der Gegend um Hereford ist das Bitter der Standard.
Nach den BJCP-Richtlinien unterscheidet man den Ordinary Bitter, das Best Bitter und das Strong Bitter, auch ESB genannt. Der Unterschied liegt im Alkohol und in der Wucht: Ein Ordinary hat 3,2 bis 3,8 Prozent, ein Best Bitter 3,8 bis 4,6 und ein Strong Bitter 4,6 bis 6,2 Prozent. Alle drei haben ein Malzrückgrat und einen trockenen, hopfigen Abgang.
Wie unterscheidet sich Bitter von Pale Ale? Zwischen beiden ist die Grenze fließend. Im Pub nennt man hellere und hopfigere Biere eher Golden Ale oder Pale Ale. Ein Bitter ist in der Regel dunkler und brotiger, und der Hopfen ist englisch-erdig statt tropisch-fruchtig, wie bei amerikanischen Sorten.
Daneben gibt es in den West Midlands Mild, das schwächer und süßer schmeckt, und Porter. Die Brauerei Wye Valley in Stoke Lacy führt unter anderem ein Golden Ale mit dem Namen Butty Bach. Das Wort kommt aus dem Walisischen und bedeutet etwa kleiner Kumpel, ein Hinweis auf die Nähe zu Wales.
Cider und Perry gehören ebenfalls zu den Getränken von Herefordshire und Worcestershire, sind aber kein Bier. Cider ist Apfelwein, Perry wird aus Birnen gemacht. Beide stehen in manchen Pubs neben dem Fassbier auf der Karte, und manche Brauereien der Gegend verkaufen sie neben dem Bier.
Best Bitterobergärig
- Stammwürze
- 10–11,9 °P
- Alkohol
- 3,8–4,6 % vol
- Bittere
- 25–40 IBU
- Farbe
- 16–32 EBC
Bernstein bis Kupfer, brotiges Malz, erdiger Hopfen, trockener Abgang.