
Gerste, Weizen, Reis
Malz & Getreide
Aus welchem Getreide wird Bier in Indien gebraut? Das meiste Bier, das die Brauereien des Landes verkaufen, stammt aus Gerstenmalz. Dazu kommen Weizen für die Weißbiere und Beigaben wie Reis oder Mais, die ein Lager leichter und trockener machen und das Bier billiger.
Malz entsteht, wenn Gerste im Wasser anfängt zu keimen und danach in der Darre getrocknet wird. Wie lange man darrt und wie heiß, bestimmt die Farbe. Helles Malz gibt ein strohgelbes Bier wie die Lager der Großbrauereien, geröstetes Malz färbt ein Stout oder ein Porter dunkel.
Für Kingfisher und die anderen großen Marken ist der Weg klar: Die Brauerei arbeitet im industriellen Maßstab, mit gleichbleibender Malzqualität und genauer Kontrolle. Das Bier soll bei jedem Sud gleich schmecken, im Sommer wie im Winter.
Die Brewpubs gehen einen anderen Weg. Sie mischen aus Basismalz und Spezialmalz ihre eigenen Rezepte, brauen mit Weizen und probieren Zutaten aus der Küche der Region. So nennt das Toit unter seinen Bieren ein Basmati Blonde, bei dem Basmatireis mitgebraut wird. Das Brewpub Brahma Brews bietet ein Bier mit Kokum an, einer sauren Frucht von der Küste Westindiens.
Ein Teil der Spezialmalze und Hopfensorten kommt aus dem Ausland, weil ein kleines Brewpub nicht für jede Sorte einen indischen Lieferanten findet. Wer ein Bier mit Weizen trinkt, schmeckt Brot, Banane und manchmal Nelke, und wer ein dunkles Bier wählt, schmeckt Kaffee und Röstbrot.