
Stout aus Cork
Bierstile
Was unterscheidet Stout und Porter? Beide sind dunkel und obergärig, und der Name Stout bedeutet schlicht stark. Aus dem Londoner Stout Porter, also dem kräftigeren Porter, wurde später das Stout. Irland machte den Stil berühmt, erfunden hat es ihn nicht. Murphy's Irish Stout und Beamish tragen diese Geschichte bis in die Stadt am River Lee.
Das Irish Stout, wie es die Stilnorm beschreibt, ist ein schlankes Bier. Es hat 3,8 bis 5 Prozent Alkohol, 9 bis 11 Grad Plato und eine tiefschwarze Farbe. Im Mund wirkt es trockener und leichter, als sein Aussehen vermuten lässt.
Gibt es ein Cork-Stout, das sich von dem aus Dublin unterscheidet? Die Trinker in Cork sagen ja, und sie schmecken es vor allem an der Süße. Murphy's und Beamish gelten als milder und weniger herb als das Dubliner Vorbild, wobei dieser Eindruck Geschmackssache bleibt und keine Norm.
Beamish und Murphy's sind also zwei Antworten auf dieselbe Frage. Beide stehen in Cork im Pub am Hahn und werden mit Stickstoff gezapft.
Neben Stout kennt Irland das Irish Red Ale. Es ist ebenfalls obergärig, liegt bei 3,8 bis 5 Prozent Alkohol und leuchtet kupferrot. Es röstet nur schwach und wirkt malzig und leicht karamellig, der Unterschied zum Stout liegt also in der Röstung, nicht in der Stärke. Wer in Cork beides probiert, versteht schnell, dass die Röstung den Stil macht.
Irish Stoutobergärig
- Stammwürze
- 9–11 °P
- Alkohol
- 3,8–5 % vol
- Bittere
- 25–45 IBU
- Farbe
- 49–79 EBC
Tiefschwarz, Röstaromen von Kaffee und Kakao, trocken, schlank im Körper.