
Lager, Pale Ale
Bierstile
Was ist ein italienisches helles Lager? Ein goldgelbes, untergäriges Bier mit weicher Malznote und wenig Bittere. Es ist weder ein bayerisches Helles noch ein deutsches Pils. Der Wettbewerbsleitfaden BJCP führt diese Gruppe als internationales helles Lager, dazu zählen auch viele Biere aus Mexiko und Japan.
Birra Moretti Baffo d'Oro ist dafür das bekannteste Beispiel. Das Bier ist nach dem schnurrbärtigen Mann auf dem Etikett benannt, und sein Stil ist auf leichtes Trinken beim Essen angelegt. Castello und Pedavena brauen ähnliche Lager, mit eigenen Rezepten und eigenem Charakter.
Daneben gibt es das „Doppio Malto“, ein kräftigeres Lager mit mehr Stammwürze. Es ist voller und süßer im Abgang als das Standardbier. Der Unterschied zum gewöhnlichen Lager liegt also in mehr Malz, mehr Körper und meist mehr Alkohol. Die Rossa geht noch weiter in Richtung Karamell und Gebäck.
Die zweite Stilgruppe kommt aus der Craft-Szene. Das American Pale Ale ist obergärig, hopfig und deutlich bitterer als jedes Lager. Es kommt aus den USA und wird in Friaul von Brauereien wie Bondai in Sutrio mit viel Zitrusduft gebraut.
Der Unterschied zum Nachbarn liegt im Hopfen und in der Gärung. Das Lager ist ruhig, kalt vergoren und mild, das Pale Ale lebhaft, warm vergoren und duftend. Beide gibt es in Friaul nebeneinander, oft sogar in derselben Bar. Wer beide probiert, versteht in zwei Schlucken, warum man Lager und Ale als Familien und nicht als Marken unterscheidet.
Helles Lager (international)untergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Goldgelb, klar, weiche Malznote, wenig Bittere, glatter Abgang.