
Speck und Knödel
Essen & Bierkultur
Zu welchem Essen passt Bier aus Südtirol? Zu Speckknödeln zum Beispiel. Der Knödel aus altem Brot, Speck und Zwiebeln schwimmt in Brühe oder liegt auf Sauerkraut, und ein Lager mit feiner Bittere und lebendiger Kohlensäure schneidet durch das Fett und lässt den Mund wieder frisch werden.
Auf der Brettljause liegen Speck, Kaminwurzen und Bergkäse. Südtiroler Speck ist gesalzen, gewürzt, geräuchert und an der Luft getrocknet, er schmeckt salzig und leicht rauchig. Das Malz eines Export gleicht die Salzigkeit aus, das Pils hält mit seiner Bittere dagegen. Die Zwischenmahlzeit selbst heißt in Südtirol Marende.
Schlutzkrapfen sind halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat und Topfen, mit Butter und Parmesan serviert. Sie sind mild, deshalb braucht es ein leichtes, helles Bier wie ein Premium, das nichts übertönt. Zum Gulasch mit Polenta greift man eher zu etwas Dunklem und Kräftigerem.
Die Bierkultur des Landes sitzt in der Wirtshausstube, oft mit Holzvertäfelung und Kachelofen. Beim Wein ist Südtirol berühmt, beim Bier hat es in den letzten Jahren mit den Handwerksbrauereien aufgeholt. Im Herbst, zur Zeit des Törggelens, steht vor allem junger Wein auf dem Tisch.
Ein Bier wird je nach Wirtshaus im kleinen oder großen Glas ausgeschenkt. Wer das Essen lange genießt, bestellt lieber die kleine Größe, damit das Bier kühl bleibt. Und wer fährt, trinkt alkoholfrei, auch das gibt es aus Südtirol: Forst führt eine Sorte mit 0,0 Prozent im Sortiment.