
Hell bis Doppelmalz
Verkosten
Wie schmeckt Bier aus Südtirol? Meist sauber, malzig und nicht allzu bitter. Die großen Biere sind auf ein Wirtshaus mit Speck, Knödeln und Gulasch zugeschnitten, sie sollen nach dem ersten Schluck nicht sperrig sein und zur Mahlzeit passen.
Forst Kronen schmeckt nach Brotrinde und Honig, die Hopfung bleibt im Hintergrund. Forst Premium wirkt leichter, mit einer feinen Bittere und frischem Malzduft. Wer vom einen zum anderen wechselt, spürt den Unterschied zwischen Export und Hellem in wenigen Schlucken.
Forst Sixtus gehört in eine andere Kategorie. Es ist dunkel, riecht nach Röstmalz und Karamell und hat mit 6,5 Prozent mehr Wucht. Hier zählt Ruhe: kleine Schlucke, etwas wärmer als die hellen Sorten, etwa 8 bis 10 Grad.
Im Batzen Bräu in Bozen lohnt der Vergleich zwischen Wiener Lager, Dunkel und IPA. Wer Unterschiede lernen will, findet dort mehrere Stile unter einem Dach. Das Wiener Lager schmeckt nach Toast, das Dunkel nach Brotrinde und Kakao, das IPA nach Zitrusschale und Harz. Drei Gläser, drei Gesichter, dieselbe Handschrift der Brauer.
Ein helles Lager schmeckt bei 6 bis 8 Grad am besten, zu kalt versteckt es das Malz, zu warm wirkt es flach. Ein hohes, schlankes Glas hält die Schaumkrone und zeigt die Farbe. Beim Einschenken geht das Glas zuerst schräg unter den Hahn, später wird es aufgerichtet, bis eine feste, zwei Finger hohe Krone entsteht. Sie schützt das Aroma vor Luft.