
Lager und Stout
Bierstile
Was ist Foreign Extra Stout? Ein starkes, dunkles, obergäriges Bier mit kräftigem Röstaroma. Das Wort Stout bedeutete ursprünglich nur stark. Aus Stout Porter, einem kräftigen Londoner Porter, wurde später kurz Stout. Irland machte den Stil berühmt, erfunden hat es ihn nicht.
Das Foreign Extra Stout trägt den Zusatz Export im Namen. Guinness gibt an, die Sorte sei 1801 als West India Porter für die Karibik entstanden und werde seit den 1960er Jahren auch in warmen Ländern vor Ort gebraut, darunter Jamaika. In Kingston braut Desnoes & Geddes das Guinness Foreign Extra Stout. Der Dragon Stout ist die jamaikanische Eigenmarke dieser Richtung.
Der Unterschied zum Irish Stout liegt in der Kraft. Ein Irish Stout hat 3,8 bis 5 Prozent vol, ein Foreign Extra Stout 6,3 bis 8. Es schmeckt voller, süßer und dichter, mit mehr Bittere im Hintergrund. Noch ein Wort zur Einordnung: Die Zahlen hier stammen aus den Stilrichtlinien der Bier-Richter, einem Wettbewerbsleitfaden. Sie beschreiben einen Korridor, in dem viele Biere dieses Typs liegen, und gelten nicht für jedes einzelne Bier, das auf der Insel in der Flasche steckt. Genaue Werte stehen nur auf dem Etikett oder bei der Brauerei.
Das Gegenstück ist das Lager der Insel. Red Stripe gehört zu den internationalen hellen Lagerbieren: goldgelb, leicht süßlich, mild gehopft und gut kalt zu trinken. Diese Stilgruppe fasst helle Lager aus aller Welt zusammen, von Mexiko bis Japan, und sie liegt bei 4,5 bis 6 Prozent vol.
Foreign Extra Stoutobergärig
- Stammwürze
- 13,8–18,2 °P
- Alkohol
- 6,3–8 % vol
- Bittere
- 50–70 IBU
- Farbe
- 59–79 EBC
Tiefschwarz, Röstkaffee, dunkle Frucht, kräftig und trocken im Abgang.