
Stubby und Stout
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Wie schmeckt Red Stripe? Leicht, goldgelb, mit dezenter Süße vom Malz und milder Bittere. Es ist ein Bier für den Durst und nicht für die lange Betrachtung. Wer es mit einem deutschen Pils vergleicht, findet es weicher und weniger herb; die Stilnorm der Bier-Richter bleibt für Pils bei 22 bis 40 IBU, für diesen Lagertyp bei 18 bis 25.
Guinness Foreign Extra Stout aus Kingston ist das andere Ende der Karte. Schwarz im Glas, mit Aromen von Röstkaffee, Zartbitterschokolade und dunkler Frucht. Es ist stärker als das irische Draught-Guinness und der Körper ist voller. Dragon Stout geht die süßere Richtung, nach Angaben zum Brauvorgang mit dunklem Rohrzucker und Karamellmalz. Alle drei sind Geschmacksbeispiele, keine Empfehlung.
Das typische Gefäß ist die Flasche selbst. Red Stripe kam 1971 in die kurze, bauchige Stubby-Flasche, die gut in der Hand liegt und rasch durchkühlt. Viele trinken direkt aus der Flasche. Wer ein Glas nimmt, greift zum Pint-Glas oder zum einfachen Becher; für das Stout passt ein tulpenförmiges Glas, das die Röstaromen sammelt.
Die Temperatur richtet sich nach dem Stil. Das helle Lager schmeckt bei etwa 4 bis 6 Grad am besten, weil Kälte die Süße zurückhält. Das Stout darf wärmer sein, bei 8 bis 12 Grad, damit Kaffee und Schokolade sich öffnen. Eisgekühlt wirkt es flach.
Eingeschenkt wird das Stout langsam, im schrägen Glas, damit sich eine feste Schaumkrone bildet. Aus der Flasche ist der Aufwand klein: Das Lager öffnet man, das Stout gießt man ein. Wer Alkohol meiden will, findet auf der Insel auch alkoholfreie Malzgetränke, doch die gehören nicht zum Bier im Sinne dieser Reise.