
Pint und Stubby
Verkosten
In Ontario kommt Bier traditionell in der 341-Milliliter-Flasche auf den Tisch, die gedrungen und braun ist und in Kanada als „Stubby“ bekannt wurde. Im Pub landet es dagegen im Pint-Glas, meist mit leicht nach oben geweiteter Wand. Das Glas fasst je nach Lokal etwa einen halben Liter, die Größe steht auf der Karte. Kleinere Gläser mit 0,3 Litern sind bei Verkostungen in den Brauereien üblich.
Das Muskoka Cream Ale ist ein gutes Beispiel für den heimischen Geschmack: hell, mild, mit leichter Süße und kaum Bitterkeit. Es zeigt, wie ein Bier schmeckt, das nicht auffallen will und sich doch von der Massenware abhebt. Beim ersten Schluck merkt man Brotkruste, danach folgt ein weicher, kurzer Abgang.
Steam Whistle Pilsner kommt in einer grünen Flasche, das gehört seit dem ersten Abfüllen am 22. März 2000 zur Marke. Das Bier ist hellgolden, schmeckt nach Brot und leicht nach Kräutern und endet trocken. Die Brauerei sitzt im John Street Roundhouse, einer Lokhalle von 1929, in der bis zum 13. Mai 1988 Dampflokomotiven der Canadian Pacific Railway repariert wurden.
Von Labatt kennt man vor allem die großen Lager, die klar, leicht und süffig sind. Sie sind für den Sommer gemacht und sollen vor allem erfrischen. Die beste Temperatur liegt bei etwa 4 bis 6 Grad Celsius.
Beim Einschenken gilt: Glas schräg halten, in der Mitte steil, damit eine feste Schaumkrone entsteht. Kalte Gläser helfen, sie sollten aber nicht gefroren sein, weil sonst der Geschmack schwindet.