
Eiskalt, aus Flasche
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Wie schmeckt Tusker Lager? Leicht, trocken und mild, mit einem Hauch von Getreide und Brot und einer sanften Bittere im Abgang. Die Farbe ist ein klares Gold, der Schaum weiß und eher kurz. Es ist ein Bier für warme Nachmittage, das nicht viel Aufmerksamkeit verlangt.
In Nairobi wird es oft aus der Flasche getrunken, so kalt wie möglich. Das ist weniger Kennerschaft als Praxis: Bei warmem Wetter bleibt ein Lager nur kurz kühl. Wer ein Glas bekommt, hält es schräg und schenkt langsam ein, damit der Schaum nicht überläuft. Für ein Lager gelten etwa vier bis sieben Grad als guter Bereich.
Kleine Brauereien laden zum Vergleichen ein. Im Brewpub der Big Five Breweries wird gebraut und ausgeschenkt, die Biere tragen die Namen der fünf großen Tiere Afrikas. Im Sirville Brewery gibt es Tsavo Lager, Mara Pils, Amboseli Ale und Aberdares Bitter Ale. Wer mehrere Gläser nebeneinander stellt, merkt den Weg von hell und leicht bis kräftig und bitter.
Bei einem IPA, wie Bila Shaka es ausschenkt, riecht man erst Hopfen, nach Zitrus und Harz, dann kommt das Malz. Bei einem Bitter Ale überwiegt Brot und Karamell. Ein Lager dagegen soll nicht hervorstechen, es begleitet.
Busaa schmeckt anders als alles davon. Es ist trüb, dickflüssig, leicht säuerlich und schmeckt nach Mais. Es wird in der Regel nicht im Handel angeboten, sondern in Haushalten gebraut und gemeinsam getrunken. Wer es zum ersten Mal probiert, sollte wissen, dass Hygiene und Alkoholgehalt schwanken.