
Lager und IPA
Bierstile
Was ist ein Mexican Lager? Es ist ein helles, untergäriges Bier mit wenig Hopfenbittere, leichtem Körper und einer zarten Getreidesüße, manchmal mit einem Hauch von Mais. Die Wettbewerbsrichtlinie BJCP führt es nicht als eigenen Stil, sondern ordnet es dem internationalen hellen Lager zu. Tecate ist dafür ein bekanntes Beispiel. Der Name Mexican Lager meint also eher eine Machart als einen geschützten Begriff.
Gegenüber einem deutschen Pils fehlt dem Mexican Lager die scharfe Bittere. Es schmeckt weicher, runder und eher nach Brotkruste und Getreide als nach Kräutern. Genau das macht es zum Durstlöscher bei Hitze, vor allem eiskalt aus der Dose.
Der zweite Stil ist das West Coast IPA. Es ist goldgelb bis kupfern, obergärig und stark gehopft, mit Aromen von Grapefruit, Kiefer und Harz. Seine Bittere ist klar und trocken, anders als beim trüben, fruchtigen Hazy IPA. Wendlandt, Agua Mala und viele Brauereien in Tijuana haben es zum Aushängeschild gemacht.
Beide Stile zeigen die zwei Seelen von Baja. Das Lager gehört zum Alltag der Grenzstadt, das IPA zum Craft-Aufbruch der letzten zwanzig Jahre. Wie viel Alkohol hat ein Mexican Lager? Meist zwischen 4,5 und 6 Prozent vol, wie die Norm für den Stil zeigt. Ein West Coast IPA liegt mit 5,5 bis 7,5 Prozent vol darüber, und es braucht deutlich mehr Malz, um die Hopfenbittere zu tragen. Daneben findet man Stouts, Weizenbiere und Biere mit mexikanischen Zutaten wie Chili, Kakao oder Agavensirup, die aber keine festen Stile bilden.
Mexican Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgelb, leicht und süffig, zarte Getreidesüße, wenig Bittere, kalt serviert.