
Mexican Lager
Bierstile
Was ist ein Mexican Lager? Gemeint ist ein helles, schlankes, untergäriges Bier mit wenig Bittere, das sehr kalt getrunken wird. In den BJCP-Richtlinien, dem Wettbewerbsleitfaden für Bierstile, hat es keine eigene Kategorie. Es fällt unter das internationale helle Lager.
Carta Blanca, die erste Marke der Cuauhtémoc, gehört dazu: Sie schmeckt leicht getreidig, ein wenig süßlich und glatt. Auch Bohemia, ebenfalls aus Monterrey, zählt zu den hellen Lagerbieren dieser Brauerei, und beide teilen den schlanken Körper. Die Stärke liegt bei beiden im Bereich der Stilnorm, also meist zwischen 4,5 und 6 Prozent Alkohol. Genaue Werte stehen auf dem Etikett der jeweiligen Flasche.
Wie unterscheidet sich das von deutschem Pils oder Helles? Ein Pils hat deutlich mehr Hopfenbittere, ein Helles ist runder und malziger. Ein Helles aus Bayern hat mehr Malzsüße im Vordergrund, ein Pils streicht die Bittere heraus. Das mexikanische Lager hält sich dazwischen zurück und stellt die Erfrischung über den Geschmack, und das ist Absicht. Der Stil ist für Hitze gebaut, nicht für lange, nachdenkliche Schlucke.
Einen Gegenpol bildet das Noche Buena. Es ist ein dunkles, malzbetontes Saisonbier der Moctezuma-Linie, das man zur Weihnachtszeit trinkt. Ob das Bier ein Lager, ein Ale oder etwas ganz anderes ist, entscheidet die Hefe, nicht die Farbe: Auch das dunkle Noche Buena ist untergärig. Der Steckbrief zeigt die Spannen der Stilnorm für das helle Lager. Einzelne Marken können außerhalb dieser Korridore liegen.
Internationales helles Lager (Mexican Lager)untergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Strohgelb bis golden, schlank, leicht getreidig, wenig Hopfenbittere, sehr kühl getrunken.