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Hopfen in der Region Nelson & Tasman

Sauvin, Motueka, Riwaka

Hopfen

Was ist Nelson Sauvin? Ein Hopfen aus Neuseeland, der nach Weißwein riecht. Die Sorte kam im Jahr 2000 auf den Markt, nach einem langen Züchtungsprogramm des Forschungsinstituts HFRI, später Hort Research und Plant & Food Research, im Riwaka-Zentrum bei Motueka. Sie ist ein Triploid, hat also drei statt zwei Chromosomensätze, und entstand aus der Sorte Smoothcone und einer männlichen Pflanze aus Neuseeland.

Der Name spielt auf den Sauvignon Blanc an, den die Region Marlborough nebenan berühmt gemacht hat. Im Glas findet man Stachelbeere, Maracuja und eine herbe, grüne Frucht, die an kühlen Weißwein erinnert. Die erste Verwendung war ein Sonderbier von Lion Nathan, Mac's Aromac, Mitte des Jahres 2000.

Riwaka kam 1997 aus dem Hop Research Centre in Motueka und bringt Passionsfrucht. Motueka duftet nach Limette, Zitronenschale und tropischer Frucht. Dazu kommen Sorten wie Wai-iti, die nach den Orten und Flüssen der Gegend heißen. Wer Hopfen aus Nelson probiert, probiert also zugleich ein Stück Landkarte.

Die Ernte fällt in die Südhalbkugel-Spätsommerzeit, meist Februar und März, wenn in Europa Winter herrscht. Hopfen sorgt im Bier für zwei verschiedene Dinge: Bittere und Aroma. Die Bittere stammt aus den Alphasäuren, die erst durch langes Kochen gelöst werden; das Aroma stammt aus ätherischen Ölen, die beim kurzen Kochen oder Kalthopfen im Gärtank erhalten bleiben. Nelson-Sorten gelten vor allem als Aromahopfen.

Wichtig für die Einordnung: Zahlen zur Anbaufläche schwanken je nach Quelle und Jahr, deshalb wird hier keine genannt. Fest steht, dass die Betriebe zwischen Motueka und Tasman Bay seit Generationen familiengeführt arbeiten und Pflanzen auf Gerüstanlagen ziehen, die im Sommer wie grüne Wände wirken.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenIPA und seine Hopfenwelt
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