
IPA aus Neuseeland
Bierstile
Was ist ein IPA, und wie schmeckt eines aus Neuseeland? Die Abkürzung steht für India Pale Ale, ein helles, stark gehopftes Bier, das vor allem im 19. Jahrhundert als Exportbier in Indien Erfolg hatte. In Wellington ist es der Stil, den fast jede Brauerei im Programm hat.
Der American IPA ist klar, goldgelb bis kupfern und deutlich bitter. Die Spanne der Stilnorm liegt bei 40 bis 70 IBU und 5,5 bis 7,5 Prozent Alkohol. Im Glas riecht er nach Zitrus, Harz und Frucht, im Mund trocknet er den Gaumen.
Das Hazy IPA ist die trübe Schwester. Es ist stärker, im Körper weicher und fast ohne scharfe Bittere, dafür mit viel Saftigkeit. Die Norm lässt 6 bis 9 Prozent Alkohol zu. Das Wort „hazy“ heißt schlicht trüb.
Neuseeländische Hopfen verleihen beiden Stilen eine eigene Note: weniger Kiefer, mehr Weißwein, Stachelbeere und Steinobst. Ein Pale Ale ist die schlankere Variante mit 4,5 bis 6,2 Prozent Alkohol und weniger Bittere als ein IPA.
Neben dem IPA stehen auf den Karten der Stadt, etwa bei Hashigo Zake an der Taranaki Street, auch Stouts, Sauerbiere und Lager. Das IPA bleibt aber der Stil, an dem man den Hopfen aus Nelson am deutlichsten erkennt, weil kaum Malzsüße oder Röstaroma davon ablenkt.
Der Unterschied zwischen IPA und Pale Ale liegt vor allem in der Stärke. Das IPA hat mehr Stammwürze, also mehr gelösten Zucker in der Würze vor der Gärung, dadurch mehr Alkohol und mehr Hopfen, das Pale Ale ist leichter zu trinken und bleibt ausgewogener.
American IPAobergärig
- Stammwürze
- 13,8–17,1 °P
- Alkohol
- 5,5–7,5 % vol
- Bittere
- 40–70 IBU
- Farbe
- 12–28 EBC
Goldgelb bis kupfern, klar, kräftige Bittere, Hopfen vorn.