
Regionale Gerste
Malz & Getreide
Aus welchem Getreide wird Bier in Limburg gebraut? Hauptsächlich aus Gerste, die vor dem Brauen zu Malz wird: Man lässt die Körner ankeimen und trocknet sie dann in der Darre, damit die Stärke später löslich wird. Hellere Darrung gibt helle Biere, dunklere gibt Farbe und Röstaromen.
Gulpener setzt stark auf Regionales. Zum Bio Pils sagt die Brauerei, dass alle Zutaten aus einem Umkreis von rund 40 Kilometern stammen. Dem Eintrag von 2008 zufolge arbeitete sie mit etwa 60 Lieferanten auf etwa 500 Hektar Fläche, die möglichst umweltschonend bewirtschaftet wird.
Der Hügelboden ist für Getreide nicht einfach. Auf den steilen Lößhängen halten Bauern Gerste im Wechsel mit anderen Feldfrüchten. Die Brauer erzählen gern, dass sie ihre Landwirte persönlich kennen. Das gilt mal als Marketing, es lässt sich aber leicht überprüfen: Wer vor Ort fragt, bekommt Namen.
Neben Gerstenmalz taucht in den Limburger Bieren Weizen auf. Das Witbier Korenwolf von Gulpener ist ein Weizenbier nach belgischer Art, mit Gewürzen gebraut, die dazu gehören. Der Name erinnert an den Hamster, der in Südlimburg Korenwolf heißt und dort ein seltenes Tier ist.
Wer Dubbel und Tripel braut, wie Gulpener es mit der Reihe Gerardus tut, nimmt dunklere Malze für die Dubbel und viel helles Malz für die Tripel, oft mit etwas Zucker. Mestreechs Aajt wiederum ist ein dunkles Bier mit leichtem Alkohol, das mit dunklem Malz Farbe und Würze bekommt.