
Kelch und Kühle
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Wie schmeckt ein Trappistenbier aus Nordbrabant? Das Dubbel von La Trappe riecht nach Karamell und dunklem Obst und trägt nach den Angaben auf der Flasche 6,5 Prozent Alkohol. Das Tripel hat 8 Prozent und zeigt Honig, Gewürz und einen trockenen Abgang. Das Quadrupel erreicht 10 Prozent und schmeckt nach Rosine, Feige und Toffee.
Als viertes Beispiel taugt La Trappe Isid'or mit 7,5 Prozent. Das bernsteinfarbene Bier steht zwischen Dubbel und Tripel und schmeckt nach Karamell und reifen Früchten. Aus Lieshout kommt als Gegenstück ein Bavaria Pilsener, schlank, hell und mit klarer Bittere.
Das passende Glas ist bei Abteibieren ein Kelch oder eine Tulpe mit Stiel. Die Form hält die Schaumkrone und sammelt die Aromen. Bei dunklen, starken Bieren lohnt ein kleines Glas, denn man trinkt sie langsam. Ein Pils wird dagegen im schlanken Glas serviert.
Auf die Temperatur kommt es an. Eiskalt schmecken Tripel und Quadrupel stumpf, weil die Kälte Frucht und Würze betäubt. Etwa zehn Grad sind für die meisten Abteibiere ein guter Ausgangspunkt. Ein Pils darf kühler sein, um acht Grad.
Eingeschenkt wird in einem Zug an der schräg gehaltenen Schale, bis das Glas zu einem Drittel voll ist. Hat sich am Boden der Flasche Hefe abgesetzt, bleibt sie zurück, es sei denn, man will das Bier trüber und hefiger. Beides ist erlaubt, es ist Geschmackssache. Wichtig ist, langsam zu trinken: Ein Quadrupel mit 10 Prozent ist ein Bier zum Probieren in kleinen Schlucken, nicht zum Durstlöschen.